Sonntag, 12. Januar 2014

Was ist eine Maschenprobe und warum wird sie gemacht?

Eine Maschenprobe macht man, um die genaue Maschen- und Reihenzahl für eine Strickarbeit zu ermitteln.
Auf der Wollbanderole sind diese Werte zwar schon vorgegeben, aber jeder strickt anders, entweder lockerer oder fester.

Ihr nehmt 20 Maschen auf und strickt 30 Reihen hoch.
Arbeitet Ihr auf einer Rundstricknadel, dann schiebt das Strickstück bitte auf das Seil. Es sitzt lockerer und lässt sich dadurch besser messen.
Dann legt Ihr auf der halben Höhe das Zentimetermaß an und zählt 10 Maschen ab - dieses aber nicht direkt vom Rand aus.
Das ergibt die Breite für 10 Maschen.



Die Höhe ermittelt Ihr, in dem Ihr etwas über dem unteren Rand das Maßband anlegt und dann die Höhe für 10 Reihen abzählt.



Nun habt Ihr die wichtigen Werte und könnt die Zentimeterangaben aus der Anleitung umrechnen.
Hier ein Beispiel:

Ihr habt abgemessen:  Breite - 10 Maschen =  6cm
                                  Höhe - 10 Reihen     =  4cm

Die untere Kante Eures Strickstücks ist 50cm breit. Ihr teilt also die Gesamtbreite durch die Maschenprobenbreite
                                  50 : 6 = 8,3
dann multipliziert Ihr das Ergenis mit 10 -  also ist die Maschenzahl, die Ihr aufnehmen müsst 83.

Genauso wird die Anzahl der Reihen für die Höhe errechnet.

Auch wenn Ihr sofort losstricken wollt, es lohnt sich immer, die Probe zu machen, damit hinterher nicht wieder aufgeriffelt werden muss, weil gestrickte Breite oder Höhe nicht stimmen.

So und jetzt viel Spaß!
Alice

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